KOEDO-KAWAGOE

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Attraktionen in Kawagoe

Von Edo bis heute - warum nicht einmal eine Reise durch die Zeit unternehmen?

Kawagoe, eine strategisch bedeutende Lage im Norden von Edo (alter Name von Tokio), wurde als Burgstadt der Kawagoe-Familie aufgebaut. Mit Edo durch den Fluss Shingashi und die Kawagoe-Kaidostraße verbunden, kamen ununterbrochen Waren und Menschen in die Stadt oder verließen sie und ein emsiges Treiben prägte das Stadtbild. Dadurch hatte Kawagoe sowohl intensive wirtschaftliche als auch kulturelle Verbindungen nach Edo, die der Stadt den Kosenamen Koedo - „das kleine Edo“ - einbrachten. Bis in das Meiji-Zeitalter hinein blieb die Stadt die älteste Handelsstadt der Präfektur Saitama. Sie war ein wichtiger logistischer Umschlagpunkt für Getreide und für die Produktion von Tozan (ein hochwertiger, bunter Stoff) bekannt.
Es heißt: „Es gibt viele kleine Tokios in der Welt, Kawagoe hingegen ist das einzige kleine Edo“. Die Überreste von Edo sind aber nicht das einzige, was in Kawagoe erhalten blieb. Nach dem Krieg wurde die Stadt Saitama zum Zentrum der Präfektur, weswegen in Kawagoe keine breitangelegte Umstrukturierung erfolgte und dadurch die Straßen aus der Edo-Zeit (1600~1867), der Meiji-Zeit (1868~1912), der Taisho-Zeit (1912~1926) und der Showa-Zeit (1926~1989) als Zeitzeugen erhalten blieben.
In Kawagoe können Sie die erhalten gebliebenen Handelshäuser mit dem Flair von Edo, in den Showa-Alleen der Innenstadt die westliche Modernisation mit dem romantischen Hauch von Taisho und das neue Kawagoe mit seinen Kaufhäusern und Bahnhofsgebäuden sehen. Ein Spaziergang durch Kawagoe lässt Sie Japan in verschiedenen Zeitepochen sehen.
In nur 30 Minuten von Tokio mit dem Zug. In Kawagoe können Sie die traditionell-authentische Seite Japans genießen, welche Sie in Tokio nicht sehen können.

Kawagoe Festival

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Im Jahre 2005 wurde das Kawagoe-Festival „Kawagoe Hikawa Festival Float Event“ zu einem Fest mit bedeutendem unvergänglichem volkstümlichen und kulturellem Erbe ernannt. Der Ursprung dieses Festivals reicht bis ins Jahr 1648 zurück, als das Familienoberhaupt der Kawagoe - Nobutsuna Matsudaira Izunokami - religiöse Artefakte wie einen tragbaren Schrein und eine Löwenmaske dem Hikawa-Schrein anbot. Es heißt, dass dieses Ereignis die Geburtsstunde dieses Festivals gewesen sei.
Natürlich war das Festival damals ein anderes als heute, jedoch belegt eine Aufzeichnung von 1698 die Verwendung einer Bühne für den Tanz. Es wird davon ausgegangen, dass das Festival sich von da an zum Stadtfestival entwickelte.

Das Kawagoe-Festival mit seiner langen Tradition wurde stark vom Kanda-Festival, auch Tenka-Festival genannt, und dem Akasaka-Sanno-Festival geprägt. Als Festwagenfestival der Edo-Zeit, das sich zum Festival der tragbaren Schreine änderte, zieht es besonders stark die Aufmerksamkeit auf sich. Das Festival findet jedes Jahr am dritten Sonnabend und Sonntag im Oktober statt. Weiterhin stellt das „Kawagoe-Festival-Museum“ gewöhnlich 2 Festwagen aus und um der Stimmung und Atmosphäre des Festivals gleichzukommen, finden zwei mal an Sonn- und Feiertagen Vorführungen japanischer Musik statt, bei denen Sie die Musik des Kawagoe-Festivals genießen können.

Kurazukuri-Zone (alte Steinhaus-Passage)

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Beachten Sie in diesem Foto die architektonischen Feinheiten der langen Onigawara-Dächer mit ihren schwarzen Endziegeln am Dachfirst und den dünnen Fensterfalzen. Das Gebiet rund um die Ichiban-Gai-Straße ist gesäumt mit faszinierenden Gebäuden der Kurazukuri (traditionelle japanische Architektur), die den Eindruck erwecken, in der Zeit zurückgereist zu sein.
Sie sehen alle gleich aus, und trotzdem besitzt jedes Haus eine eigene Individualität und Persönlichkeit. Das älteste von ihnen ist das 1792 erbaute Osawa-Haus. Es wurde als bedeutendes kulturelles Erbe unter Denkmalschutz gestellt.
Durch die Aufteilung der Stadt in der Edo-Zeit durch das Familienoberhaupt der Kawagoe - Nobutsuna Matsudaira - stehen sich die Geschäfte auf den Straßen gegenüber.

Weil das Shogunat Dachziegel für die Gebäudedächer zur Verfügung stellte, waren diese auch gegen Feuer geschützt. In der Edo-Zeit waren Städte mit Lagerhäusern aus Lehm sehr populär.
In Kawagoe wurden ebenfalls Kurazukuri-Handelshäuser gebaut, die das einflussreiche Gewerbe mit dem alten Edo (heute Tokio) verbanden. Die meisten der ca. 30 heute noch erhaltenen Kurazukuri-Gebäude wurden nach dem Großbrand von Kawagoe erbaut.
Durch das große Kanto-Erdbeben von 1923 und der darauf folgenden Zerstörung während des Krieges verschwanden die Kurazukuri aus Tokio. Die „Toki no Kane“ (Glocke der Zeit) wurde zusammen mit vielen anderen architektonischen Meisterwerken der Ichibanmachi am 1. Dezember 1999 als besonders gut erhaltener Stadtteil mit Gruppen historischer Gebäude von Japan unter Denkmalschutz gestellt.
Das Gebäude der Saitama-Resona-Bank im alten westlichen Stil wurde 1917 erbaut. Aber auch neue Gebäude der Gegenwart werden vom Stadtbauamt so konzipiert, dass diese nicht stören und so eine Harmonie von Gegenwart und Vergangenheit entsteht
Im „Museum of Kurazukuri“, das von einem Tabak-Großhandel übernommen wurde, wird sowohl die Konstruktion der Kurazukuri-Gebäude als auch die Anordnung eines jeden Lagerhauses im Stadtviertel Ichibanmachi gezeigt.

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Illustration von Kawagoe